Altleiteranlass 2025
Am Samstag, dem 6. September 2025, fanden sich 22 wackere Altjungwächter von nah und fern frühmorgens bei bestem Wetter und noch besserer Laune am Bahnhof in Brig ein, um ehrenvoll die hehre Pflicht des alljährlichen Ausflugs in Angriff zu nehmen.
Die MGB führte sie zunächst nach Mörel, wo sie mit der Luftseilbahn die ersten Höhenmeter erklommen. Dieser initiale Kraftakt schrie nach einer ersten Stärkung, die sich im Prima-Konsum auf der Riederalp glücklicherweise fand. Wohlwissend um die anstehende Anstrengung, bedachte der kluge (Alt-)Jungwächter bei dieser Gelegenheit nun auch gleich die Zehrung für den Marsch und trat die nächste Etappe an.
Begleitet von alter Fabel, Mär, Geschichte, Legende und viel Gelächter führte die Aletschpromenade die Gefährten an malerischen Panoramen – samt Matterhorn – vorbei, wobei sich der eine oder andere durchaus als potenzieller Influencer entpuppte.
Der akribischen Planung der Organisatoren entsprechend bot sich pünktlich zur ersten Not bei den Aletschbahnen auf der Bettmeralp die Gelegenheit für einen Bio-Break. Nur wenige Meter weiter lud dann aber der Verein etwaig trockene Zungen auf der herrlichen Terrasse der Walliserstube auch schon zum Aperitif. Wer sich nun aber anmasst, den Sportsgeist der fröhlichen Bande in Frage zu stellen, zähme sein Gemüt, denn alsbald stellte sie sich der nächsten Herausforderung – dem Aufstieg zur Bättmerhitta.
Und wer nun denkt, den Organisatoren stünde nur der Sport im Sinne, ja ihnen fehle gar jeglicher Sinn für Kulinarik, die Freuden des Gaumens, der sei eines Besseren belehrt! Denn nichts Geringeres als feines Raclette à discrétion erwartete die Gilde, gebettet in einen gesunden Salat, erquickendes Sorbet und den einen oder anderen Tropfen edlen Traubensafts.
Nicht wenige der tapferen Recken sahen sich nach dem siebten Durchgang genötigt, den Gürtel um ein Loch zu erweitern, was jedoch von allen Beteiligten als Zeichen höchster Disziplin und Heldenmut gewertet wurde.
Eingebettet in tiefgründige Fachgespräche über Käsesorten, die richtige Farbe der Käsekruste und die weise Länge der Schnäuze nahm der Nachmittag seinen geselligen Lauf, bis die Sonne die tüchtigen Sportsfreunde zu einem letzten Kraftakt rief.
Dieser weitere Marsch führte sie alsdann auf die Fiescheralp, wo sie dank der generalstabsmässigen Anlage der Unternehmung eine weitere Gelegenheit zum Kühlen der arg beanspruchten Gemüter wahrnehmen durften.
Und brachten doch Kleingeister die Kritik an, sie hätten wider Versprechen die Grenze zum Goms nicht überschritten, durften doch auch die noch einen keuschen Blick auf das holde Tal erhaschen und bestiegen, übermannt von den ergreifenden Eindrücken, die Gondel zurück ins Tal.
Beseelt lächelnd fand so ein jeder seinen Weg über Fiesch zurück nach Brig, wo sie sich – gestärkt für weitere noble Taten – wieder in die vier Winde verstreuten.
Ein Dankeschön an Frank und Matthias für die Organisation!